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SDGs: Eine Roadmap für eine nachhaltige Zukunft

Die Sustainable Development Goals (SDGs), auch bekannt als die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung, wurden von den Vereinten Nationen als universeller Aufruf zur Beendigung von Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung von Wohlstand für alle bis zum Jahr 2030 formuliert.

Diese ehrgeizige Agenda besteht aus 17 Forderungen, die darauf abzielen, die drängendsten globalen Herausforderungen anzugehen und eine gerechtere, gesündere und umweltfreundlichere Welt zu schaffen.

Roadmap für Unternehmen?

Die SDGs dienen als Roadmap, welche alle Aspekte der nachhaltigen Entwicklung umfasst. Ökonomisches Wachstum muss mit der Verbesserung sozialer Gerechtigkeit und der Erhaltung der Umwelt einhergehen.

Oberstes Ziel unseres Handels muss es sein, eine Zukunft für Mensch und Planet zu schaffen, die inklusiv, nachhaltig und belastbar ist. Es müssen Armut bekämpft, Ungleichheit reduziert, Lebensstandards erhöht, soziale Entwicklung und Inklusion gleichsam gefördert und natürliche Ressourcen sowie Ökosysteme erhalten werden.

Gründe für den Leitfaden

Immer mehr Unternehmen richten sich bereits nach den globalen Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Diese Ausrichtung bringt Vorteile für Unternehmen mit sich. Hier sind einige Gründe, warum Unternehmen die SDGs als Leitfaden oder Roadmap nutzen können:

  • Integration von Nachhaltigkeit

    Die SDGs bieten eine umfassende Agenda für nachhaltige Entwicklung, die Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsaspekte umfasst. Unternehmen können die SDGs nutzen, um Nachhaltigkeitsziele zu identifizieren und in ihre Geschäftsstrategie zu integrieren.

  • Wettbewerbsvorteile

    Unternehmen, die sich aktiv für die Umsetzung der SDGs einsetzen, können sich von Mitbewerbern abheben und einen Wettbewerbsvorteil erlangen. Durch die Erfüllung der SDGs können Unternehmen ihre Reputation stärken, neue Kunden gewinnen und das Risiko von Reputationsverlusten und regulatorischen Maßnahmen verringern.

  • Risikomanagement

    Die SDGs können Unternehmen helfen, Umwelt- und Sozialrisiken zu identifizieren und zu bewerten, die sich auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken können. Indem sie auf die SDGs reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen, können Unternehmen Risiken mindern und langfristige Widerstandsfähigkeit aufbauen.

  • Innovation und Geschäftschancen

    Die SDGs bieten auch zahlreiche Chancen für Innovation und die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Unternehmen können neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, indem sie Lösungen für die Herausforderungen entwickeln, die in den SDGs adressiert werden.

  • Investorenanforderungen

    Immer mehr Investoren legen Wert auf nachhaltige Unternehmensführung und fordern von Unternehmen Transparenz und Berichterstattung über ihre Fortschritte bei der Umsetzung der SDGs. Indem sie die SDGs als Leitfaden nutzen, können Unternehmen Investorenvertrauen gewinnen und ihre langfristige Finanzperformance verbessern.

Insgesamt können Unternehmen die SDGs als Roadmap nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsbemühungen zu strukturieren, Wettbewerbsvorteile zu erlangen, Risiken zu mindern, Innovationen zu fördern und die Erwartungen ihrer Stakeholder zu erfüllen.

Durch die Umsetzung der SDGs können Unternehmen nicht nur zum Erreichen globaler Entwicklungsziele beitragen, sondern langfristigen geschäftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Von der Roadmap zur Zertifizierung

Momentan wird daran gearbeitet, auf Grundlage der Ziele eine ISO-Zertifizierung zu entwickeln. So können sich Unternehmen nicht mehr nur lose an den SDGs orientieren, sondern deren Umsetzung zertifizieren lassen. Angestrebte Ergebnis des Managementsystems sind:

  • Die Leistung der Organisation zu verbessern.
  • Erfüllung von Compliance-Verpflichtungen.
  • Ausgewählte SDG-Ziele zu erreichen.
  • Den Erfolg zu steigern.
  • Vertrauen bei relevanten bestehenden und zukünftigen Stakeholdern zu schaffen.

Erstellung der globalen Roadmap

Die Umsetzung der SDGs erfordert eine koordinierte Anstrengung auf globaler, nationaler und lokaler Ebene. Viele Länder haben die SDGs in ihre nationalen Entwicklungspläne integriert und entwickeln konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele.

Dies umfasst die Anpassung bestehender Politiken, Programme und Gesetzgebungen, die auf die Erreichung der SDGs abzielen. Die Umsetzung erfordert Partnerschaften zwischen Regierungen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft. Es wurden zahlreiche Initiativen und Plattformen geschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stakeholdern zu fördern und den Austausch bewährter Praktiken zu erleichtern.

Um den Fortschritt zu verfolgen, wurden nationale Überwachungs- und Bewertungssysteme eingerichtet. Durch die Erhebung von Daten und Indikatoren, wird der Fortschritt messbar, und regelmäßige Berichterstattung über die erzielten Ergebnisse und Herausforderungen möglich.

Trotz der Zusagen internationaler Unterstützung und der Mobilisierung privater Investitionen bleiben Finanzierungslücken bestehen, insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern und in den Bereichen, die am dringendsten Unterstützung benötigen.

Aktueller Stand zur Halbzeit

Die globalen Ziele wurden 2015 verabschiedet und sind Teil der Agenda 2030 – es ist also die erste Halbzeit um. Ein Anlass, um genauer hinzusehen und zu evaluieren, was sich getan hat.

Kurz gesagt: Die Halbzeitbilanz fällt schlecht aus. Im September 2023 fand ein UN-Gipfel statt, auf dem zahlreiche Staats- und Regierungschefs Bilanz zogen. Das Fazit ist überwiegend negativ. Die Corona-Pandemie, der Klimawandel und der Ukraine-Krieg zollen mit Verteuerungen ihren Tribut. Die bisherigen Anstrengungen zum Erreichen der Ziele verlangsamt und gestoppt.

Armut und Hunger verschärfen sich, es wird weniger Geld für Gesundheit und Bildung ausgegeben, ökologische Anstrengungen machen sich nicht bemerkbar und die Demokratie sowie die Menschenrechte leiden zunehmend.

Besonders auf lokaler Ebene gibt es viele positive Beispiele, die Anstrengungen auf nationaler Ebene bei weitem übertreffen. Die Länder müssen sich in der zweiten Halbzeit anstrengen, um die Ziele umzusetzen.

Ziele im Überblick

1. Keine Armut

Das erste Ziel der SDGs ist die Beseitigung von Armut in all ihren Formen und Dimensionen. Dies umfasst nicht nur den Zugang zu angemessener Ernährung, Gesundheitsversorgung und Bildung, sondern auch die Förderung von Wirtschaftswachstum und menschenwürdiger Arbeit für alle.

2. Kein Hunger

Das zweite Ziel zielt darauf ab, den Hunger zu beenden, Nahrungssicherheit zu gewährleisten, eine bessere Ernährung zu fördern und nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen.

3. Gesundheit und Wohlergehen

Dieses Ziel konzentriert sich auf die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden für alle Menschen jeden Alters und die Bekämpfung von Krankheiten wie HIV/AIDS, Malaria und anderen übertragbaren Krankheiten.

4. Hochwertige Bildung

Ziel 4 strebt die Förderung von hochwertiger Bildung und lebenslangem Lernen für alle an, um Chancengleichheit zu gewährleisten und die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu legen.

5. Geschlechtergleichstellung

Das fünfte Ziel der SDGs fordert die Beseitigung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen sowie die Förderung von Geschlechtergleichstellung und die Stärkung aller Frauen und Mädchen.

6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Ziel 6 befasst sich mit der Sicherstellung des Zugangs zu sauberem Wasser und angemessenen Sanitäreinrichtungen für alle und dem Schutz und der Wiederherstellung von Wasserressourcen und Ökosystemen.

7. Bezahlbare und saubere Energie

Dieses Ziel zielt darauf ab, den Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle zu gewährleisten und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen zu fördern.

8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Ziel 8 konzentriert sich auf die Förderung von menschenwürdiger Arbeit und wirtschaftlichem Wachstum durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Unterstützung von Kleinunternehmen und die Förderung produktiver Beschäftigungsmöglichkeiten für alle.

9. Industrie, Innovation und Infrastruktur

Das neunte Ziel strebt die Förderung von inklusivem und nachhaltigem industriellem Wachstum, die Förderung von Innovationen und die Entwicklung von widerstandsfähiger Infrastruktur an.

10. Weniger Ungleichheiten

Ziel 10 befasst sich mit der Reduzierung von Ungleichheiten innerhalb und zwischen Ländern, der Förderung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Teilhabe aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Religion oder sozialer Herkunft.

11. Nachhaltige Städten und Gemeinden

Dieses Ziel zielt darauf ab, Städte und Siedlungen inklusiver, sicherer, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu machen, indem der Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, zuverlässigem Verkehr und Grünflächen verbessert wird.

12. Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Ziel 12 fordert die Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster durch effizientere Ressourcennutzung, die Reduzierung von Abfällen und den Zugang zu umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen.

13. Maßnahmen zum Klimaschutz

Dieses Ziel fordert dringende Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen, einschließlich der Reduzierung von Treibhausgasemissionen und der Förderung klimaresilienter Gemeinschaften.

14. Leben unter Wasser

Ziel 14 befasst sich mit dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane, Meere und marinen Ressourcen, einschließlich der Bekämpfung von Meeresverschmutzung und dem Schutz bedrohter Ökosysteme.

15. Leben an Land

Dieses Ziel zielt darauf ab, Landökosysteme zu schützen, wiederherzustellen und nachhaltig zu nutzen, die biologische Vielfalt zu erhalten und die Wüstenbildung zu bekämpfen.

16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Ziel 16 befasst sich mit der Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und inklusiven Gesellschaften durch den Aufbau effektiver, rechenschaftspflichtiger und transparenter Institutionen auf allen Ebenen.

17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Das letzte Ziel der SDGs betont die Bedeutung globaler Partnerschaften zur Umsetzung der Agenda 2030 und zur Mobilisierung von Ressourcen und Expertise aus Regierungen, dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und anderen Akteuren.

Mit der Agenda 2030 wollen die Vereinten Nationen eine grundlegende Umgestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft auf einer ökonomischen, sozialen und ökologischen Ebene sichern.

Sollten Sie daran interessiert sein, ihr Nachhaltigkeitsmanagement auf den SDGs aufzubauen, sind wir in der Lage, Sie dabei zu unterstützen. Gemeinsam erarbeiten wir ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem mit ihren individuellen Zielen und Bedürfnissen zur Umsetzung der Agenda 2030.